Calavera


2001: ein neuer Anfang...


Nach meinem Höhenflug, den ich mit „Face Off“ erlebte, fiel ich tief…

Ich machte die Erfahrung, wie es ist so ziemlich alles zu verlieren was für mich von Bedeutung war:

Ich stand nun ohne Band da, wurde dann auch noch arbeitslos, durchlebte die Trennung von meiner damaligen Freundin,
und zu allem Übel beschloß meine Familie in absehbarer Zeit nach Spanien auszuwandern!

Jetzt war ich auf mich allein gestellt und mußte wieder ganz von vorne anfangen… 

Ich kratzte mein letztes Geld zusammen und kaufte mir davon mein erstes Schlagzeug, ein Aufnahmegerät, einen neuen Bass und eine Akustik-Gitarre.

In Weisweiler fand ich einen geeigneten Proberaum,

den ich noch gemeinsam mit meinem Vater renovierte.

Dort verbrachte ich die nächsten Monate, in denen ich meiner

musikalischen Kreativität freien Lauf ließ.

Während dieser Zeit war Sabine, meine spätere Lebensgefährtin und Mutter meines Sohnes, meine „gute Fee“:

Sie unterstützte mich finanziell bei weiteren Anschaffungen, wie zum Beispiel einem Keyboard und einer Bassanlage.

Nun konnte ich in verschiedenen Richtungen experimentieren:

Ich brachte mir selbst das Schlagzeugspielen bei und versuchte mich am Keyboard, wobei wieder viele neue Ideen für eigene Songs entstanden.

In dieser kreativen Phase legte ich auch den Grundstein für mein späteres Solo-Cover-Programm, indem ich meine Lieblingslieder nur mit einer Akustikgitarre nachspielte. 

Doch letztendlich entschied ich mich vorerst für den Bass, und beschloß als Bassist bei einer gut gebuchten Coverband anzuheuern um wieder unter Leute zu kommen und auch etwas Geld zu verdienen. 

Über eine Zeitungsannonce kam ich an eine Band, die sich angelehnt an den Namen ihrer Sängerin „Calavera“ nannte.

Sie luden mich zu einer Probe ein und ihre Musik gefiel mir.

Calavera“ bestand 2003 aus:

                             Vera Marx – Gesang

                             Volker Marx – Gitarre

                             Friedel Gier – Gitarre

                             Dieter Gier – Keyboard/Gitarre/Gesang

                             Norbert Schmitz – Gesang

                             Valerie Bernard – Gesang

                             und Erwin Printz – Schlagzeug

Sie spielten Stücke von „Alanis Morissette“, „BAP“, „Alannah Miles“ und „Lenny Kravitz“.  

Ich konnte mich als Bassist gut einbringen,

wir hatten ein paar gute Auftritte,

und es war ein gutes Gefühl wieder vor Publikum zu spielen.

 

 


Aber bei einer Gruppe ist es oft wie bei einer Familie,

es ist schwer alle Mitglieder zusammen zu halten:

Und so kam es, dass 2004 für Vera und Volker die Zeit gekommen war getrennte Wege zu gehen,
als Paar und auch als Musiker…

Das war somit das Ende für „Calavera“.

Norbert Schmitz, der unter anderem schon vorher Sänger bei Bands wie „Six, four and more“ war,
gründete mit seinem Musikerkollegen Helmut Güldenbergt das Duo „Black & White“.

Volker Marx wurde der Leadgitarrist bei der erfolgreichen Aachener Coverband „The Wheels“.

Vera Marx und Friedel Gier zogen sich ins Privatleben zurück,

und der Rest von „Calavera“ sollte für meinen weiteren musikalischen Werdegang noch eine wichtige Rolle spielen…


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