Face Off


1995: eigene Wege...

Nach dem Ausstieg bei "Los Meles" gründete ich mit Schlagzeuger Thorsten Büter eine Band um endlich wieder eigene Songs zu spielen, denn vom Covern hatten wir vorerst genug.

Wir wussten weder wie die Besetzung dieser Band aussehen sollte, noch wie sie heißen sollte und einen Proberaum hatten wir auch nicht!

Es gab also viel zu tun…

Zufälligerweise traf ich eines Tages den ehemaligen Gitarristen von

No Kläz“, Wolfang „Wolle“ Thorwächter, der sich uns anschließen wollte.

 

Etwa zur gleichen Zeit fanden wir auch einen geeigneten Proberraum in

Aachen und so konnte es endlich losgehen!



 

 

Neben meinen älteren Kompositionen wie „Dany“ feilten wir dreimal pro Woche bis zu acht Stunden an neuen, eigenen Songs.

Dabei wurden wir von verschiedenen Bands wie „Kiss“, „Black Sabbath“, „Monster Magnet“, „Iron Maiden“ und „Kyuss“ inspiriert. 

Nach anfänglicher Euphorie gab es 1996 die ersten Probleme in unserer neuen Band:

Trotz intensiver Suche (und Testproben mit einigen Bewerber/innen) wollte sich kein fähiger Bassist finden lassen.

Auch mit unserm Leadgitarristen Wolle klappte es nicht mehr, denn er war zu sehr mit seinen eigenen, privaten Problemen beschäftigt, was sich negativ auf die gesamte Band auswirkte.

Nach langem hin und her beschlossen Thorsten und ich, uns von Wolle zu trennen und wir zogen um in einen neuen Proberraum nach Würselen.

  Den Job des Leadgitarristen besetzten wir mit Juan Garcia,

  einem sehr guten Gitarristen und Freund aus „Los Meles“ Tagen.

  Ihm hatten wir auch unseren Bassisten Sascha Heinen zu verdanken,

  den er uns 1997 bei einem Workshop des Bass-Virtuosen Adrian

  Maruszczyk vorstellte.

  Wir verstanden uns auf Anhieb und es konnte endlich weiter gehen…
 

Während dieser Zeit entstanden viele Grundideen späterer „Face Off“-Songs wie
„Dead end“ und „Venus“ sowie eine Menge unveröffentlichtem Material.

Wir stellten jedoch bald fest, dass in unserer Musik der sogennante „rote Faden“, ein Wiedererkennungswert im Sound der

Band, fehlte denn wir spielten alles mögliche - Querbeet von Reggae über Funk bis hin zu Metal:

Das passte alles nicht wirklich gut zusammen!

Um dem entgegen zu wirken beschlossen wir, noch häufiger zu proben und uns von einigen Songs zu trennen.

Leider mussten wir uns dabei auch von unserem Freund und Gitarristen Juan trennen, da er aus beruflichen Gründen einfach nicht mehr Zeit in die Band investieren konnte.

Wir machten nun als Trio weiter…

Das hatte den Vorteil, dass eine solche Besetzung sehr flexibel ist.

Mit neuem Elan bastelten wir weiter an neuen Songs und an unserem Sound, der allmählich konkreter wurde:

Mit „Within“, „Restless“ und „You“ kamen weitere neue Werke hinzu.

        

      

Wir produzierten ein selbst aufgenommes Demo-Tape und weil wir uns mit unserer

Musikrichtung nicht endgültig festlegen wollten,

nannten wir uns „Face Off“ - Gesicht weg im Sinne von gesichtslos.

 

 

 

 

Da unser Bassist Sascha in Sachen Live-Auftritte noch keinerlei

Erfahrung hatte, beschlossen wir 1998 als Unplugged-Coverband

ein paar Gigs zu absolvieren, um ihn damit vertraut zu machen.

Wir spielten einfach unsere Lieblingssongs,

ähnlich wie bei meinem heutigen Cover-Programm.


1999 sollte es dann endlich ernst werden:

Wir fuhren mit Sack und Pack zum „Rock am Ring“-Festival am

Nürburgring und spielten dort am Straßenrand, damit uns jeder sehen

konnte der zum eigentlichen Konzert unterwegs war.

So konnten wir sicher sein, dass wir immer genug Publikum hatten, denn

das kam mehr als gut bei den Leuten an und so gab es viele Schaulustige.

Wir hatten Spaß und Party ohne Ende, so dass wir unsere „Rock neben dem Ring“-Show
auch 2000 und 2001 mit Erfolg
wiederholten.

Wir hatten unsere Feuertaufe bestanden und wussten, dass wir bereit waren…

Neben unserer Musik, die aus bodenständigen Grooves, eingängigen Melodien und klaren Worten bestand, hatten wir auch eine gute Show zu bieten die das Publikum unterhielt.

Um uns von anderen Bands abzugrenzen und nicht in eine Schublade gesteckt zu werden, nannten wir unsere Musik ganz einfach „Boost Rock“!

1999 spielten wir mit großem Erfolg unsere ersten Auftritte…

2000 wurde unser wichtigstes Jahr.

Dank unserer Auftritte, die beim Publikum große Beachtung fanden, wurde auch die Lokalpresse auf uns aufmerksam und schrieb zahlreiche positive Kritiken (siehe auch unter „Presse“), und auch bei lokalen Radiosendern waren wir zu Gast:


Wir waren gefragter denn je und benötigten nun jemanden, der sich um unsere organisatorischen Belange kümmerte.

Diese Aufgabe wurde Manu Lopez zuteil, der von nun an unser Management übernahm: Ihm haben wir viel zu verdanken…

Wir konnten uns wieder voll und ganz auf unsere Musik konzentrieren!

Durch einen Zufall traf ich einen bekannten Musikerkollegen, den Posaunisten Markus Plum, aus der Band „Final Virus“ des bekannten Stolberger Bassisten Peter Sonntag.

Dieser hörte sich unser altes Demo an und war überzeugt von unserer Musik.

Wir beschlossen, unsere erste CD im Studio von Peter Sonntag in Aachen aufzunehmen, denn das Interesse an einer CD wurde mit jedem Auftritt größer.

Wir hatten uns mittlerweile einen Namen gemacht und uns in die Herzen vieler Fans gespielt, nun war es an der Zeit unsere Musik unter die Leute zu bringen.

Die Aufnahmen waren ziemlich anstrengend und es gab viele Diskussionen.

Da wir zu dieser Zeit alle auch noch unseren normalen Berufen nachgingen hieß es jeden Tag:

Arbeiten, Aufnehmen, Schlafen und wieder von vorn, das Ganze über einen Monat lang.

Dazwischen musste ich noch den ein oder anderen Text schreiben, da für die ausgewählten Songs noch nicht alle fertig waren und ich sie bei Live-Konzerten immer improvisiert hatte.


Unsere erste CD nannten wir „Face yourself“ und sie wurde 2001 fertiggestellt.

Den Titel wählten wir, weil sich jeder Mensch mit den Themen der Songs auf dem Album identifizieren konnte:

Es ging um Freundschaft, Arbeit, Ängste, Liebe, Träume usw.


Wir waren sehr stolz auf unser Werk und konnten es kaum erwarten,

es endlich unserem Publikum zu präsentieren:

Im März 2001 stellten wir es bei unserer CD-Release Party in der

Rockfabrik in Übach-Palenberg vor und die Resonanz war beachtlich,

es war eine Wahnsinns-Show


 

           

Leider zeichneten sich mittlerweile persönliche Differenzen innerhalb der Band ab und so kam es, dass unser Schlagzeuger Thorsten im Sommer 2001 die Band verließ.

Es gelang uns aber, recht schnell einen geeigneten Ersatz zu finden:

Gabor Franyo war ein Freund von „No Kläz“ Schlagzeuger Ralf Vent und er zeigte großes Interesse an unserer Musik, die er mit viel Engagement zu bereichern versuchte.

Unglücklicherweise kam es nur zu einem einzigen Auftritt mit Gabor bei einem Festival in Hameln, bei dem wir sogar der Hauptact (Headliner) waren!

Nach all den Streitigkeiten und der Energie die ich investiert hatte, war ich an einen Punkt angelangt, wo mir einfach die Kraft fehlte weiter zu machen.

Ich fühlte mich leer und ausgebrannt und brauchte eine Pause…

 

 

 

 

 

 

 
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